{"id":2393,"date":"2012-08-20T06:18:42","date_gmt":"2012-08-20T06:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/alpinenetwork.org\/universita-di-innsbruck-2\/"},"modified":"2018-04-26T09:23:54","modified_gmt":"2018-04-26T07:23:54","slug":"universita-di-innsbruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alpinenetwork.org\/en\/universita-di-innsbruck\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4t Innsbruck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorwort\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Innsbruck ist eine wissenschaftliche Hochschule der Republik \u00d6sterreich, ihre Organisation ist durch das UOG 1993 und die Satzung geregelt. Sie wurde 1669 von Kaiser Leopold I. gegr\u00fcndet und wird nach ihm und nach ihrem Wiederbegr\u00fcnder, Kaiser Franz I., auch als Leopold-Franzens-Universit\u00e4t bezeichnet. Als akademisches Zentrum West\u00f6sterreichs und der angrenzenden Regionen ist sie darum bem\u00fcht, ein m\u00f6glichst umfassendes Spektrum von Studienm\u00f6glichkeiten anzubieten. Dieser Aufgabe kommt sie durch die Vertretung der wichtigsten Wissenschaftsdisziplinen in ihren sieben Fakult\u00e4ten nach:<\/p>\n<ul>\n<li>der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bauingenieurwesen und Architektur,<\/li>\n<li>der Geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4t,<\/li>\n<li>der Katholisch-Theologischen Fakult\u00e4t,<\/li>\n<li>der Medizinischen Fakult\u00e4t,<\/li>\n<li>der Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t,<\/li>\n<li>der Rechtswissenschaftlichen Fakult\u00e4t sowie<\/li>\n<li>der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a name=\"forschung\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Uni &amp; Forschung<\/strong><br \/>\nDie Universit\u00e4t Innsbruck versteht sich als Ort der F\u00f6rderung herausragender wissenschaftlicher Leistungen und der Heranbildung wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie sieht die einzelnen Wissenschaftsdisziplinen grunds\u00e4tzlich als ebenb\u00fcrtig an und leitet daraus die Verpflichtung ab, die Forschungst\u00e4tigkeit in allen Disziplinen zu unterst\u00fctzen; auch die Freiheit der Forschung im Sinne der Respektierung individueller Forschungsziele und -methoden ist ein leitender Grundsatz.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bekennt sich die Universit\u00e4t zum Prinzip der Schwerpunktbildung. Diese erfordert langfristige Strategien, die sich an der (vorhandenen oder erreichbaren) wissenschaftlichen Qualit\u00e4t orientieren, aber auch andere Gesichtspunkte (gesellschaftliche Relevanz, regionaler Bezug) ber\u00fccksichtigen sollen.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t ist vom Wert einer st\u00e4ndigen Reflexion des eigenen Tuns \u00fcberzeugt. Es ist ihr daher ein Anliegen, geeignete Instrumente f\u00fcr eine interne und externe Evaluation ihrer wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit zu entwickeln.<\/p>\n<p><a name=\"lehre\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Uni &amp; Lehre<\/strong><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Innsbruck bekennt sich zur Verpflichtung, ihren Studierenden ein Studium h\u00f6chster Qualit\u00e4t anzubieten. Dies setzt voraus, da\u00df die Lehrenden Bedingungen f\u00fcr produktive Lernprozesse schaffen und die Studierenden diese Angebote in verantwortungsvoller Weise wahrnehmen.<\/p>\n<p>Ziele des Studiums sind Ausbildung und Bildung, das hei\u00dft einerseits die Aneignung von (berufs-)spezifischem Fachwissen und fachspezifischer Methodik, andererseits die Entwicklung der Urteilsf\u00e4higkeit und der F\u00e4higkeit zur kritischen Gesamtschau. Die Universit\u00e4t Innsbruck bekennt sich zum Vorrang des Bildungs- vor dem blo\u00dfen Ausbildungsauftrag und stellt sich daher gegen Tendenzen einer Verschulung und Entwissenschaftlichung der Universit\u00e4t. Die Evaluation von Lehre und Pr\u00fcfungswesen hat von diesen Zielsetzungen auszugehen.<\/p>\n<p>Wegen des raschen Wandels in der Gesellschaft und der st\u00e4ndigen Vermehrung des Wissens mu\u00df sich die Universit\u00e4t ihrer Verantwortung durch berufsbegleitende Ausbildung stellen.<\/p>\n<p><a name=\"gesellschaft\"><\/a><br \/>\n<strong>Uni &amp; Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Innsbruck wei\u00df sich den ethischen und sozialen Grundwerten der humanistischen Kulturtradition Europas verpflichtet. Im Sinne ihres Auftrags zur Bildung durch Wissenschaft bem\u00fcht sie sich um die Vermittlung eines rational begr\u00fcndeten und ethisch fundierten Weltbildes an die Studierenden und an die Gesellschaft insgesamt.<\/p>\n<p>Sie verpflichtet sich daher zur aktiven Parteinahme als Institution, wenn wissenschaftliche oder gesellschaftliche Grundwerte gef\u00e4hrdet sind, und bekennt sich zur Verantwortung der Wissenschaftler,<\/p>\n<ul>\n<li>die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber ihre T\u00e4tigkeit zu informieren,<\/li>\n<li>Schwierigkeiten der Gesellschaft aufzugreifen und auf diese Weise einen spezifischen Beitrag zur Urteils- und Meinungsbildung der \u00d6ffentlichkeit zu leisten und<\/li>\n<li>die Ergebnisse ihrer Arbeit zum allgemeinen Nutzen umzusetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Universit\u00e4t und ihre Aktivit\u00e4ten d\u00fcrfen sich allerdings keinesfalls ausschlie\u00dflich an jeweils aktuelle Erfordernissen der Gesellschaft oder der Wirtschaft orientieren, um die Innovationskraft der Wissenschaft nicht zu l\u00e4hmen.<\/p>\n<p><a name=\"welt\"><\/a><br \/>\n<strong>Uni &amp; die Welt<\/strong><\/p>\n<p>Bei allen Aktivit\u00e4ten in Forschung und Lehre bem\u00fcht sich die Universit\u00e4t Innsbruck um weitgespannte internationale Kooperation und unterst\u00fctzt dieses Anliegen durch den Abschlu\u00df von Parftnerschaftsvertr\u00e4gen, die Einrichtung internationaler Austauschprogramme und die F\u00f6rderung pers\u00f6nlicher Beziehungen zwischen Forschenden und Studierenden verschiedener Staaten.<\/p>\n<p>Ihre Lage inmitten der Alpen weist der Universit\u00e4t Innsbruck dar\u00fcber hinaus besondere Aufgaben zu, so etwa die \u00dcbernahme von Verantwortung gegen\u00fcber den \u00f6kologischen, sozialen und wirtschaftlichen Problemen des alpinen Lebensraumes oder die Vermittlung zwischen dem deutschen und dem romanischen Sprach- und Kulturraum. Deshalb sucht sie die Zusammenarbeit mit Personen, Universit\u00e4ten und Organisationen dieser Regionen und f\u00f6rdert spezielle Forschungsvorhaben, Lehrprogramme und Universit\u00e4tspartnerschaften, um auftretende Probleme auf m\u00f6glichst hohem wissenschaftlichen Niveau bearbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne versteht sich die Universit\u00e4t Innsbruck auch als Landesuniversit\u00e4t f\u00fcr Tirol, Vorarlberg und S\u00fcdtirol.<br \/>\n<a name=\"selbst\"><\/a><br \/>\n<strong>Uni &amp; Selbstverst\u00e4ndnis<\/strong><\/p>\n<p>An einer Universit\u00e4t arbeiten Menschen mit verschiedenen Weltanschauungen, Interessen und Zielsetzungen zusammen. Daraus ergeben sich unweigerlich auch Spannungen und Konflikte. Deshalb z\u00e4hlt zu den Aufgaben der Universit\u00e4t der Aufbau einer sozialvertr\u00e4glichen Konfliktkultur.<\/p>\n<p>Akademische Freiheit ist kein Freibrief f\u00fcr die Verfolgung pers\u00f6nlicher Interessen, sie enth\u00e4lt auch eine Verpflichtung gegen\u00fcber der Gesellschaft und der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Umgang der Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen untereinander sollte von den Maximen der Offenheit, der Toleranz und des Respekts vor der Unterschiedlichkeit von Personen, inhaltlichen Positionen und institutionellen Zugeh\u00f6rigkeiten gepr\u00e4gt sein.<\/p>\n<p>Entscheidungen werden nach den Prinzipien der Subsidiarit\u00e4t und nach Anh\u00f6rung der Betroffenen gef\u00e4llt. Unredliches Verhalten einzelner soll in fairen Verfahren unter Einbeziehung der Betroffenen und unter Wahrung der einschl\u00e4gigen Rechtsvorschriften gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p><a name=\"schluss\"><\/a><br \/>\n<strong>Schlu\u00dfgedanken<\/strong><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Innsbruck ist \u00fcberzeugt, da\u00df die Gesellschaft leistungsf\u00e4hige, nachdenkliche und mutige Universit\u00e4ten ben\u00f6tigt. Deshalb ist sie bereit, sich in den Bestimmungen der Satzung, in den Konzepten auf Instituts-, Fakult\u00e4ts- und Universit\u00e4tsebene und in den Einzelentscheidungen ihrer Organe an ihrem Leitbild zu orientieren und, wenn n\u00f6tig, dieses Leitbild selbst zu \u00fcberdenken und weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p><!--:it--><\/p>\n<p><!--:--><!--:de--><\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><!--:--><!--:fr--><\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort\u00a0 Die Universit\u00e4t Innsbruck ist eine wissenschaftliche Hochschule der Republik \u00d6sterreich, ihre Organisation ist durch das UOG 1993 und die Satzung geregelt. 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