Geschichte


Das Netzwerk “Rete Montagna”, gegründet am 11. November 2000 auf Vorschlag der G. Angelini Stiftung, ist eine internationale Vereinigung von Forschungsinstituten, Vereinen, Organisationen und öffentlichen oder privaten Zentren, die Studien und Forschungen über die Bergwelt bzw. über das Leben in den Bergen durchführen. Ziel des Netzwerkes ist der Austausch von Wissen und Erfahrungen, die gegenseitige Weiterbildung und eine engere Zusammenarbeit auf allen Gebieten, die das Leben in den Bergen betreffen.

Die wichtigsten Ziele des Netzwerkes sind:

  • Durchführung koordinierter gemeinsamer Arbeiten und Forschungsaktivitäten unter den Mitgliedern, z.B. in Form von Tagungen, Veröffentlichungen, Weiterbildungskursen über die Bergwelt, vor allem über die Alpen und andere Gebirge Europas;
  • Schaffung eines öffentlich zugänglichen Katalogs aller Bibliotheken und Archive der einzelnen Mitglieder;
  • Koordination und schließlich Zusammenführung von Programmen und Initiativen;
  • Ausarbeitung von Anträgen und Resolutionen zur Förderung und Erhaltung der Bergwelt und der Bergkultur an die verantwortlichen Institutionen und Entscheidungsträger.

Die wichtigsten Initiativen

  • Untersuchungen im gesamten Alpenraum über Dynamik und Hintergründe der Entvölkerung von Berggebieten, bei der vor allem auf Gründe und Auswirkungen eingegangen wurde; gleichzeitig wurden die Arbeiten von JungforscherInnen mit Stipendien unterstützt. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden auf dem gleichnamigen internationalen Kongress vom 14. bis 16. November 2002 in Innsbruck vorgestellt;
  • Veröffentlichung der Rete Montagna „Spopolamento montano, cause ed effetti / Entvölkerung im Berggebiet: Ursachen und Auswirkungen” herausgegeben von M. Varotto u. R. Psenner in Zusammenarbeit mit E. Cason, E. Gärtner u. Ch. Smekal (2003) auf Grundlage der Tagungsergebnisse von Belluno (2001) und Innsbruck (2002);
  • Tagung der Rete Montagna in La Thuile (Aosta) zum Thema „Grandi eventi nelle Alpi e loro ricadute su turismo, cultura e ambiente/Great events in the Alps and their impacts on tourism, culture and environnement“ (16. bis 17.Dezember 2004);
  • Organisation der Tagung „Die Alpen im Wandel: neue Bewohner, Kulturen und Landschaften“ in Tolmezzo (Udine) vom 16. bis 17. November 2006. In 32 Vorträgen wurde der Wert der Berge gegenüber der Ebene und der Stadt, aber auch deren zukünftige Probleme thematisiert. Die Ergebnisse wurden von M. Pascolini herausgegeben (2008);
  • Die fünfte Tagung der Rete Montagna in Chiavenna (I) und Castasegna (CH) am 29. und 30. Mai 2009, veranstaltet von der Abteilung Geographie und Humanökologie der Universität Mailand und vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention, stellt sich dem Thema „Die Alpen im Wandel zwischen Risiken und Chancen“ mit Vorträgen zu Klimawandel in den Alpen; Traditionelle Ressourcen und neue Wirtschaftsformen; Kulturelle Vielfalt der Alpen; Verwaltung des Alpengebiets; Runder Tisch über die Zukunft der Alpen. Die Ergebnisse werden von G. Scaramellini u. A. Dal Borgo herausgegeben (2011);
  • Sechster Kongress der Rete Montagna in Agordo (Belluno) vom 22. – 24. September 2011, auf Anregung des Departments für Geographie der Universität Padua in Zusammenarbeit mit der Fondazione G. Angelini, der Universität Innsbruck der Fondazione Dolomiti Unesco und dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention zum Thema „Wem gehören die Alpen?“ in den Sessionen: Wer entscheidet für die Alpen? Wer besitzt die Ressourcen der Alpen?  Die Alpen für wen? Wem gehören die Dolomiten? Abschließendes Gespräch am Runden Tisch zum Thema „Dein Blick auf die Dolomiten“, organisiert vom AIIG Veneto. Die Ergebnisse der Tagung werden gerade publiziert unter der Leitung von B. Castiglioni und M. Varotto und erscheinen in den Bänden der Padova University Press.